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Paris 2007
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Geschrieben von Mareike Dogunke
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Sonntag, 16. Dezember 2007 |
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Eine Frau fotografiert zwei Klarinettenbecher. Eine Auszubildende bepolstert eine Klarinette, gelassen lehnt sie sich zurück und schaut auf die Straße. Ein Mann grinst und betrachtet die Klarinettenbecher.
Wir sind bei l’olifant im Holzbereich. Die Arbeitsplätze der beiden Holzblasinstrumentenmacher liegen direkt hinter der Tür, ein Empfangskomitee. Der
Ausbilder, ein studierter Klarinettist, suchte nach seinem Studium eine
Anstellung. Weil er keine finden konnte, brachte er sich
das Instandsetzen von Klarinetten autodidaktisch bei. Seit 18 Jahren
repariert er nun Holzblasinstrumente. Momentan interessiert er sich
besonders für Klarinettenringe aus Nylon und Becherringe aus
Karbonfaser. Ersetzt man die Neusilberringe eines Klarinettenbechers
mit diesem Verfahren, wiegt der Becher 55 g weniger.Außerdem
forscht er gerade an Klangverbesserungen durch das Verändern der Hülse
für die Duodezimklappe. Genaue Ergebnisse kann er zwar noch nicht
formulieren, Veränderungen sind jedoch eindeutig festzustellen. Die
Auszubildende geht in Mans zur Berufsschule. Sie lernt hauptsächlich
Instrumente zu reparieren. In Frankreich werden Klarinetten lediglich
von den drei großen Firmen hergestellt. Buffet, Selmer und Le Blanc
produzieren in einer sehr hohen Stückzahl, um den Weltmarkt zu
beliefern. Also wird in Frankreich für den Neubau oft lediglich
angelernt und nicht immer ausgebildet. Monsier Le Bois hätte sich gerne
noch länger mit uns unterhalten, die Zeit drängte aber, so dass wir uns
leider schon verabschieden mussten.
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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 27. Juli 2008 )
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